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Über ihre Paradedistanz lief es an den Europameisterschaften nicht wunschgemäss, dafür über die olympischen 500 Metern: Franziska Widmer schafft erstmals den Einzug ins A-Finale und überzeugt auch in diesem.

16. Juni 2026


Die Saison von Franziska Widmer hat verheissungsvoll begonnen: zwei 7. Plätze im Weltcup über 1000 Meter, eine neue persönliche Bestzeit über 500 Meter. Entsprechend hoch schraubte die 29-Jährige die Erwartungen an sich für die Europameisterschaften von letzter Woche. 39 Nationen reisten für diesen ersten Saisonhöhepunkt nach Montemor-O-Velho, Portugal.
 

Allerdings musste die Athletin vom Kanuclub Rapperswil-Jona über 1000 Meter, ihrer besseren Distanz, zuerst einen Dämpfer verkraften. Im Halbfinale stellte sie zwar in 3:57.68 eine neue Schweizer Rekordzeit auf, musste sich aber mit Rang 5 begnügen. Damit verpasste sie erstmals in dieser Saison das A-Finale der besten neun Athletinnen. «Klar, war ich enttäuscht, aber ich konnte mir nichts vorwerfen. Ich habe alles gegeben und ein starkes Rennen gezeigt, die anderen waren einfach besser», sagt Widmer dazu.
 

Sechs Stunden später ging sie im Halbfinale über die Olympiadistanz 500 Meter an den Start. Nach Rennhälfte lag Widmer noch auf Platz 5 und drehte dann mächtig auf. Die Ziellinie querte sie als Zweite und qualifizierte sich somit erstmals in ihrer Karriere an einem Grossanlass für ein A-Finale über 500 Meter. In diesem zeigte sie wiederum eine starke Leistung. Mit deutlicher persönlicher Bestzeit (1:51.91) landete sie auf dem 8. Platz. Bloss eine Sekunde fehlte zu einer Top-5-Platzierung.
 

«Ich bin zufrieden – auch wenn ich mir noch etwas mehr erhofft hatte. Aber ich sollte jetzt wohl einfach mal stolz sein über die in dieser Saison erzielten Fortschritte», ordnet Widmer diese Leistung ein. Jedenfalls werde sie auch nach diesem Ergebnis hungrig bleiben. «Darauf ausruhen werde ich mich sicher nicht.»
 

Die weiteren Ergebnisse des Schweizer Teams:

11. Rang: Franziska Widmer (K1 1000 Meter)

17. Rang: Luca Lauper (K1 1000 Meter)

17. Rang: Luca Lauper, Fynn Wyss, Sven Hirzel, Aaron Schmitter (K4 500 Meter)

Im Halbfinale ausgeschieden: Fynn Wyss, Aaron Schmitter (K2 500 Meter)

Im Vorlauf ausgeschieden: Sven Hirzel (K1 500 Meter)

Text: Fabio Wyss

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