Kanu-Regatta: SM gelingt unter erschwerten Bedingungen

22. September 2026
Da sich das Seegras in den letzten Wochen etwas zurückzog und die Organisatoren auf einen Wettkampfmodus mit einer weniger breiten Regattabahn auswichen, entschärfte sich die Problematik. So konnte der Wettkampf mit vier Nationen letztes Wochenende bei – abgesehen von zeitweise etwas Seitenwind – fast idealen Voraussetzungen ausgetragen werden. Das spätsommerliche Wetter lockte ein paar Hundert Besucher ans Lido. Sie kamen in den Genuss einiger hochkarätiger Rennen.
Bei den Damen kam es zum Duell zwischen der Lokalmatadorin Franziska Widmer und der Olympiateilnehmerin Manon Hostens aus Frankreich. Letztere legte über 500 Meter mit einem Sieg vor. Dafür konnte sich die Einheimische über 200 Meter revanchieren. Widmer, vor einem Monat Achte an der WM, siegte mit einem relativ deutlichen Vorsprung von 73 Hundertstel und verwies nicht nur die schnelle Französin, sondern auch die Schweizer Nationalteamkolleginnen Ladina Amherd (KC Romanshorn) und Dina Hänni (KCRJ) auf die Plätze.
Bei den Männern fehlte mit Luca Lauper, ebenfalls Achtplatzierter an der WM, der schnellste Paddler aufgrund eines Auslandsaufenthaltes. Seine Absenz zu nutzen wusste der 20-jährige Fynn Wyss (KCRJ). Wyss holte sich sowohl über 200 als auch über 500 Meter den SM-Titel. Über 200 Meter musste er sich allerdings wegen einer halben Sekunde dem französischen Meister Jérémy Leray geschlagen geben. Wyss, der auch im Zweier und Viererkajak startete, holte insgesamt fünf Schweizermeistertitel.
In den Nachwuchskategorien wechselten sich die national dominierenden Vereine der Szene – KC Schaffhausen, KC Romanshorn und KC Rapperswil-Jona – mit Siegen ab.
Text: Fabio Wyss
