Jahresbericht 2025 Swiss Canoe


Liebe Mitglieder, liebe Paddlerinnen und Paddler
Das Jahr 2025 steht ganz im Zeichen von Aufbruch, Erneuerung und gelebter Gemeinschaft. Nach dem intensiven Olympiajahr 2024 und im Übergang in eine neue strategische Phase hat Swiss Canoe seine Kräfte gebündelt und wichtige Impulse für die Zukunft gesetzt. Der Schweizer Paddelsport zeigt sich lebendig, engagiert und vielfältig – auf dem Wasser ebenso wie in den Vereinen und Gremien.
Nachwuchs – paddleSTARS neu aufgelegt
Ein Meilenstein 2025 war die Überarbeitung unseres Ausbildungskonzepts paddleSTARS. Im Rahmen eines vom Bund unterstützten Revitalisierungsprojekts wurde das polykanuide Konzept aktualisiert und praxisnah weiterentwickelt. Ziel ist es, die Vereine in ihrer Nachwuchsarbeit zu stärken und das Ehrenamt gezielt zu entlasten. Die neuen Unterlagen stehen den Sektionen kostenlos zur Verfügung – ein starkes Zeichen für unsere gemeinsame Verantwortung, junge Menschen für den Paddelsport zu begeistern. Nachwuchsförderung bleibt ein strategischer Schwerpunkt von Swiss Canoe, denn sie sichert die Zukunft unseres Verbandes – im Breitensport wie im Leistungssport.
Leistungssport – eine starke Saison
Unserer Nationalteams blicken auf eine Erfolgreiche Saison zurück. In allen Disziplinen – vom Slalom über die Wildwasserabfahrt und Regatta bis hin zu Kanu-Polo – konnten erzielt werden. EM-Medaillen, Weltermeister:innentitel, Weltcup-Podestplätze und starke Auftritte an internationalen Regatten zeigen, dass sich die kontinuierliche Aufbauarbeit der letzten Jahre auszahlt. Besonders erfreulich ist die Breite der Leistungen: Neben etablierten Athlet:innen rücken junge Talente nach und übernehmen Verantwortung. Die enge Zusammenarbeit zwischen Chef Leistungssport, Chef Nachwuchs, Trainer:innen und Vereinen bildet dabei das Fundament unseres Erfolgs.
Breitensport – Vielfalt, Vernetzung und neue Formate
Das Jahr 2025 hat eindrücklich gezeigt, wie aktiv unsere Community ist. Von der Bodensee-Stafette über die MisoXperience bis zu den Sea Kayak Days und den neuen Whitewater Days: Überall wurde gepaddelt, organisiert, begleitet und begeistert. Neue Formate wie Boat and Build oder zusätzliche digitale Austauschplattformen – unter anderem thematische WhatsApp-Gruppen – fördern die Vernetzung innerhalb der Disziplinen. Auch die Weiterentwicklung der Pegelsensoren mit Integration in die Rivermap ist ein praktisches Beispiel dafür, wie Digitalisierung konkrete Mehrwerte für unsere Mitglieder schaffen kann.
Der Bereich Breitensport gewinnt weiter an Profil. Unser Ziel bleibt klar: niederschwellige Angebote schaffen, Vereine unterstützen und den Zugang zum Paddelsport für Einsteiger:innen erleichtern. Besonders erfreulich ist auch der Neustart der Freestyle-Szene. Eine engagierte Fachkommission, neue Wettkämpfe und erste internationale Einsätze seit vielen Jahren zeigen: Diese Disziplin lebt wieder. Das ist ein starkes Signal für die Vielfalt unseres Sports und ein Beispiel dafür, wie viel möglich ist, wenn Initiative und Begeisterung zusammenkommen.
Gewässerschutz – Verantwortung wahrnehmen
Unsere Seen und Flüsse sind die Grundlage unseres Sports. Die zunehmende Verbreitung invasiver Neobiota zeigt jedoch, wie verletzlich diese Ökosysteme sind. Swiss Canoe engagiert sich aktiv in der Sensibilisierung und Information. Jede und jeder Einzelne trägt Verantwortung: Reinigen, kontrollieren, trocknen – einfache Massnahmen mit grosser Wirkung. Der Schutz unserer Gewässer ist kein Nebenthema, sondern Teil unseres Selbstverständnisses als naturverbundener Sportverband.
Jubiläum – verschoben, aber nicht aufgehoben
Mit Bedauern mussten wir das geplante Jubiläumsfest im August 2025 verschieben, da kurzfristig keine Bewilligung für den vorgesehenen Standort erteilt werden konnte. Der Vorstand hat entschieden, das Fest im Sommer vom 29.-30. August 2026 nachzuholen und unser 101-jähriges Bestehen gebührend zu feiern. Ich danke allen, die sich bereits engagiert haben, herzlich für ihr Verständnis und ihre Flexibilität. Wir freuen uns darauf, im kommenden Jahr gemeinsam ein starkes Zeichen für unseren Verband zu setzen.
Partnerschaften und Innovation
Zudem wurden in Zusammenarbeit mit Partnern innovative Kajak-Cross-Tore entwickelt, die vom Nachwuchs bis zum Spitzensport eingesetzt werden können. Solche Projekte zeigen, wie wertvoll Kooperationen zwischen Verband, Szene und Wirtschaft sind.
Dank und Ausblick 2026
Mein besonderer Dank gilt unseren Athlet:innen, Trainer:innen, Funktionär:innen, Kursleitenden und Ehrenamtlichen in den Sektionen. Ihr Engagement ist das Fundament unseres Verbandes. Ebenso danke ich der Geschäftsstelle für ihre professionelle und zuverlässige Arbeit.
Wir stehen vor einem wichtigen Jahr 2026 – sportlich, organisatorisch und emotional mit unserem Jubiläumsfest. Der Vorstand orientiert sich weiterhin am Strategiepapier «zusammen stärker». Dieser Leitsatz bleibt aktuell: Nur wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und aktiv mitgestalten, können wir unseren Verband weiterentwickeln.
Ich lade euch alle ein, auch im kommenden Jahr mitzuwirken – auf dem Wasser, im Verein, im Verband.
Denn Swiss Canoe ist mehr als eine Organisation.
Swiss Canoe – das sind wir alle.
Mit herzlichen Grüssen
Ilja Vyslouzil
Präsident Swiss Canoe

Diana Bütikofer und Fabian Wirth
Swiss Canoe League
In der Saison 2025 fand die Swiss Canoe League der Kategorien U10, U12 und U14 in reduzierter Form statt. Die Idee mit weniger Wettkampfwochenenden ist, den Aufwand für die Leitenden in den Vereinen zu reduzieren. Gleichzeitig sollen an den Wettkampftagen mehr Angebote für den Nachwuchs stattfinden, indem mehrere Wettkämpfe in mehreren Disziplinen und Workshops durchgeführt werden. So wurden zum Beispiel am Jugendslalom in Biel auch C1 Slalom Workshops und ein kleines Kanupoloturnier durchgeführt. Insgesamt haben an der SCL 139 Personen teilgenommen (U10 mixed 33, U12w 16, U12m 40, U14w 17, U14m 33).
Workshops
Am Jugendslalom Biel und an der Aaremeisterschaft Grenchen fanden jeweils C1 Slalom Workshops für den Nachwuchs statt. Die Workshops wurden von Athlet:innen des Slalomkaders geleitet. Da an beiden Orten das Material zur Verfügung gestellt werden konnte, wurde das niederschwellige Angebot rege genutzt. Workshops mit Material vor Ort ermöglichen es dem Nachwuchs Erfahrungen in Disziplinen und Booten zu sammeln, die im Verein zu Hause nicht zur Verfügung stehen.
Camps
Dieses Jahr haben drei Camps für Nachwuchspaddler:innen stattgefunden. Neu sind die Camps an die Stufen von paddleSTARS angepasst und die Anmeldung steht allen offen. Die Qualifikation über die Wettkämpfe der SCL entfällt. Das soll einer grösseren Gruppe den Zugang ermöglichen und die Basis breiter fördern. Neu war das Swiss Canoe Girls Camp für Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 bis 20 Jahren. Es wurde in Buochs auf dem Vierwaldstättersee und den Flüssen in der Region durchgeführt. Mit 5 Teilnehmerinnen waren die 12 Plätze noch nicht ausgebucht. Dennoch ist das Camp als Erfolg auf dem Weg zu mehr jungen Paddlerinnen zu verbuchen. Das paddleSTARS 2 Camp (ehemals Swiss Canoe League Camp U12) und das paddleSTARS 3 Camp (ehemals Swiss Canoe League Camp U14) waren ausgebucht. Das ist insbesondere für das paddleSTARS 2 Camp sehr positiv, da in den vergangenen Jahren das SCL Camp U12 mehrmals nicht stattfinden konnte, da sich zu wenige Teilnehmende angemeldet hatten. Gesamthaft konnten so 34 junge Paddler:innen eine Woche lang die Breite des Kanusports in verschiedensten Booten und auf mehreren Gewässern erleben.
Nachwuchs-Kaderselektionen
Für die Leistungstests im Bereich Kraft und 3000m-Lauf wurden die Bewertungstabellen an die Geschlechter angepasst. Nun wird für alle Leistungstests eine weibliche und eine männliche Bewertungstabelle angewendet.
Austausch zwischen RLZ und Vereinen
Bisher lag es in der Verantwortung der RLZ, ob sie Schnuppertrainings für Nicht-Kadermitglieder anboten oder nicht. Neu werden für alle Schnupperangebote der RLZ den Vereinen im jeweiligen Einzugsgebiet über Swiss Canoe kommuniziert. Dabei werden bestehende Angebote in der Kommunikation unterstützt und neue Angebote gestartet.
Eventkalender
Die Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsstelle und den Fachkommissionen wurde vertieft, um die Wettkampfdaten zu koordinieren. Das Ziel ist, dass Veranstaltungen mit gleichen Zielgruppen nicht an den gleichen Tagen stattfinden. Zudem wurde die Kommunikation der Events an die Mitglieder zusammen mit dem Bereich Breitensport verbessert und über verschiedene Kanäle verbreitet.
Ausblick und Ziele 2026
1. Attraktive Gestaltung von Nachwuchswettkämpfen
Nachwuchswettkämpfe sollen als motivierende Lern- und Erlebnisplattform gestaltet werden und zur langfristigen Bindung von Kindern, Jugendlichen und Leiter:innen beitragen.
2. Austauschgefäss für Leiter:innen
Für den Bereich Nachwuchs soll ein Austauschgefäss für Leiter:innen umgesetzt werden.
3. Anmeldetool für Wettkämpfe
Es werden Möglichkeiten für ein zentrales Anmeldetool für Wettkämpfe geprüft, damit dies mittelfristig den Veranstaltern angeboten werden kann.

David Storey und Fabian Tandler
Kommunikation
Es erscheint nun bereits der 2. Breitensport Bericht, welcher dir als Seekajakpaddlerin, Wildwasserpaddler, SUP-Enthusiastin oder sonstigem Paddelsportinteressierten aufzeigen soll, was beim Verband so abgeht. Mein Ziel ist es, jedes Jahr am Jahresende einen solchen Bericht zu schreiben, um so möglichst viele Mitglieder erreichen zu können. Auch unter dem Jahr findest du immer wieder News auf der Website – schau doch mal vorbei!
Projekt Inn
Nachdem bereits in den letzten Jahren am Inn einiges gemacht wurde, konnten wir letztes Jahr nun noch den Abschluss machen, in dem wir einen neuen Wanderweg zur Umtrage des «Bockschlitzes» gebaut haben. Einen Bericht zum «Boat and Build» Wochenende findest du auf unserer Website. Natürlich müssen auch die bereits gebauten Wege und Infrastrukturen unterhalten werden – wenn also du z.B. im Sommer mit dem Club im Engadin bist, melde dich doch bei uns, falls ihr euch einen halben Tag Zeit nehmen könnt, um mitzuhelfen, die neue Infrastruktur zu pflegen.
Handouts
Wir haben dieses Jahr zwei Handouts erarbeitet, welche dir als Paddler:in ein Instrument an die Hand geben sollen, um dich zu den Themen Neobiota und Handzeichen im Wildwasser zu informieren.
Die Neobiota treiben uns als Verband, sowie auch Swiss Olympic, schon länger um. Wir haben versucht in Zusammenarbeit mit den kantonalen Stellen, sinnvolle Regeln auszuarbeiten, welche auch umsetzbar sind. Halte dich doch auch daran, damit nicht plötzlich noch strengere Regeln eingeführt werden!
Bei den Handzeichen ging es uns darum, eine einheitliche «Sprache» für die Schweiz zu etablieren. Dies haben wir unter anderem mit Vertretern der Kanuschule Versam, Los Leones und Reini Riedener als Rescue 3 Instruktor gemacht. Evtl. sind dir gewisse Zeichen noch nicht geläufig, dann ist das ja vielleicht genau der Moment, diese zu kennenzulernen. Eine Zeichensprache funktioniert nur, wenn sich auch möglichst viele daran orientieren, deshalb legen wir euch allen ans Herz, diese Zeichen doch auch bei euch im Verein, in eurer Paddelgruppe, so umzusetzen. Falls du selber noch zusätzliche Zeichen hinzufügen möchtest, kannst du das natürlich weiterhin gerne machen.
MisoXperience
Vom 9. bis 16. Mai findet die 6. Ausgabe des MisoXperience Kajakfestivals statt. Es ist die ideale Ausgangslage für Jung und Alt, Gleichgesinnte zu treffen. Ob du nur gemütlich von Cama bis Roveredo paddeln möchtest oder einen Tagesausflug an die Verzasca machen möchtest, es ist für alle etwas dabei. Auch dieses Jahr unterstützen wir das Festival wieder mit dem gemeinsamen Paddeln nach Roveredo und dem River Clean-up vor Ort sein und es erwartet alle Swiss Canoe Mitglieder auch noch ein kleines Goodie! Sei doch auch dabei!
Sea Kayak Days und Whitewaterdays
Auch im Jahr 2025 wird es wieder eine Serie mit Whitewater und Seakayakdays geben – wir sind sehr zufrieden mit den verschiedenen geplanten Anlässen, welche hoffentlich stattfinden können. Dieses Jahr gibt es auch noch ein kleines Goodie von Swiss Canoe für alle Teilnehmenden Personen – also schau vorbei und tausche dich aus! Die Daten und alle weiteren Infos findest du bei uns auf der Webseite.
101 Jahre Swiss Canoe
Im Jahre 2026 feiert Swiss Canoe sein 101-jähriges Bestehen. Dies wollen wir kräftig feiern, und zwar am Wochenende vom 29. und 30. August im schönen Bönigen am Brienzersee im Berner Oberland. Wir planen einen Pop-up Camping auf dem Flugplatz Interlaken, neben dem Seakayak- und Whitewaterday findet auch noch ein Abfahrtsrennen sowie ein Kanumarathon statt. Ebenfalls geplant sind ein Plauschwettkampf im Polo und Kayak Cross sowie verschiedene Workshops und einen langen Abend mit Musik. Es sollte also für alle etwas dabei haben, wir würden uns sehr freuen, auch dich da zu treffen!
Das wärs wieder von unserer Seite – wir wünsche euch allen ein unvergessliches und unfallfreies Paddeljahr

Ilja Vyslouzil und Lukas Werro
Das Jahr 2025 markiert den Beginn des neuen Olympiazyklus. In sämtlichen Disziplinen waren unsere Elite-Teams bei internationalen Grossveranstaltungen präsent. Sowohl im Elite- als auch im Nachwuchsbereich konnten die Nationalteams beachtliche Erfolge erzielen. Diese Ergebnisse bestätigen, dass unsere Förderstrukturen tragfähig sind und grundsätzlich funktionieren. Auch personell war der Start in den neuen Zyklus von Veränderungen geprägt. Offene Stellen konnten erfolgreich neu besetzt werden, sodass alle Funktionen im Verband abgedeckt sind und die operative Arbeit auf einer stabilen Basis weitergeführt werden kann. Parallel dazu nimmt das neue Verbandsfördermodell zunehmend konkrete Formen an und gewinnt in unserer strategischen Ausrichtung an Bedeutung.
Wettkampfsaison und sportliche Höhepunkte Die Saison 2025 war geprägt von starken internationalen Auftritten in allen Disziplinen.
Kanu-Polo
Im Kanu-Polo fanden die Europameisterschaften Ende September im französischen Avranches statt. Die Schweiz war mit drei Teams vertreten und zeigte überzeugende Leistungen. Die Herren belegten den vierten Platz, die U21-Herren erreichten Rang fünf und die Damen schlossen das Turnier auf dem sechsten Platz ab. Ein besonderes Highlight für die Damen war die Bronzemedaille beim erstmals in der Schweiz organisierten ECA Cup in Pfyn.
Kanu-Slalom
Im Kanu-Slalom konnten ebenfalls herausragende Erfolge gefeiert werden. Alena Marx krönte ihre konstant starke Saison mit dem Weltmeistertitel im Kajak-Cross-Einzel. Über die gesamte Saison hinweg zeigte sie in allen drei Disziplinen Leistungen auf höchstem Niveau. Jan Rohrer unterstrich seine aussergewöhnliche Konstanz mit zwei Medaillen im Gesamtweltcup im Kajak Cross sowie im Kajak Cross Individual. Eyleen Vuilleumier wurde Junioren-Europameisterin im C1 und bestätigte damit eindrucksvoll ihre Favoritenrolle. Erfreulich ist zudem eine weitere positive Entwicklung im Nachwuchsbereich: Erstmals konnten bei den Nachwuchsmeisterschaften alle Startplätze vollständig besetzt werden. Ein weiterer Meilenstein war die erstmalige Ausrichtung des Europäischen Youth Olympic Festivals mit Beteiligung des Kanu-Slaloms in der Altersklasse U16. Swiss Canoe war mit vier Athlet:innen vertreten, wobei Florence Moinian die Silbermedaille gewann.
Kanu Regatta
In der Regatta präsentierte sich das Team breit aufgestellt und mit einem guten Leistungsniveau. Der endgültige Anschluss an die Weltspitze in der Elite ist bei den internationalen Zielwettkämpfen zwar noch nicht gelungen, die Entwicklung zeigt jedoch in die richtige Richtung. Erstmals seit längerer Zeit nahm wieder ein breites Schweizer Team an einer Elite-Weltmeisterschaft teil. In Mailand gab es Starts in K1, K2 und K4. Die besten Resultate erzielten Luca Lauper mit einem 14. Platz über 1’000 Meter sowie Franziska Widmer, die ebenfalls Rang 15 über 1’000 Meter erreichte.
Wildwasser Abfahrt
Besonders erfolgreich verlief die Saison in der Wildwasser-Abfahrt. Das Team überzeugte mit beeindruckender Breite an der Spitze. Zwar wurden Medaillen mit vierten Plätzen bei Europa- und Weltmeisterschaften knapp verpasst, im Weltcup zeigte sich das Team jedoch von seiner besten Seite. Mona Clavadetscher und Hannah Müller gewannen den Gesamtweltcup im Zweierkanadier. Linus Bolzern im K1 und Jonah Müller im C1 sicherten sich jeweils Bronze im Gesamtweltcup. Weitere Weltcup-Medaillen gingen an Luis Clavadetscher, Linus Bolzern, Jonah Müller, Cornel Bretscher und Mona Clavadetscher. Auch der Nachwuchs war bei den Europameisterschaften sehr erfolgreich: Mia Schläppi und Sara Kopp gewannen Silber im C2 der Juniorinnen. Bronze ging an Nora Zeder und Glenys Ettlin im C2, an Jonah Müller im C1 sowie an Mona Clavadetscher im K1. In der Kategorie U23 sicherten sich Cornel Bretscher und Jonah Müller Silber im C2.
Neue Entwicklungen und personelle Veränderungen
Im Nachwuchsbereich wurde die neu geschaffene Stelle „Mitarbeiter Nachwuchs” mit Fabian Wirth besetzt. Zu seinen Hauptaufgaben im Wettkampf- und Leistungssport gehören die Begleitung des Eintritts in den Leistungssport und die Koordination der nationalen Wettkämpfe. Um beide Bereiche gezielter fördern zu können, wurde in der Regatta eine strukturelle Trennung zwischen Nachwuchs und Elite-Team vorgenommen. Zudem wurde das Trainerteam mit dem Assistenztrainer Jan Smit verstärkt.
Im Slalom kam es zu einem Wechsel auf der Position des Junioren-Nationaltrainers. Jean-Yves Cheutin übernimmt diese Aufgabe von Frédéric Momot.
Auch in der Wildwasser-Abfahrt gab es eine personelle Veränderung, Luis Clavadetscher übernimmt als Nationaltrainer Elite und Nachwuchs die Aufgaben von Pierre Michel Sarrazin.
Partner und Rahmenbedingungen
Swiss Olympic
Das neue Fördermodell von Swiss Olympic, das ab 2027 in Kraft tritt, konkretisiert sich zunehmend. Aktuell ist es schwierig, die Auswirkungen auf Swiss Canoe genau einzuschätzen. Fest steht, dass die finanzielle Stabilität für die Übergangsphase 2027–2028 grundsätzlich gewährleistet ist. Klar ist jedoch, dass das neue Modell auch Anpassungen innerhalb unserer Strukturen erforderlich machen wird. Dieses Thema hat intern höchste Priorität. Unser Ziel ist es, das Fördersystem in den kommenden Jahren schrittweise weiterzuentwickeln, um nach der Übergangsphase ab 2029 optimal aufgestellt zu sein.
Armee
Die Zusammenarbeit mit der Spitzensportförderung der Armee ist und bleibt ein wichtiger Pfeiler unserer Athletenförderung. Viele unserer Athlet:innen nehmen als Sportsoldatinnen an den Fördergefässen der Armee teil. Alena Marx erhält für den Olympiazyklus eine Anstellung als Zeitmilitär Spitzensportlerin und im vergangenen Jahr erhielten fünf weitere Athlet:innen die Möglichkeit, als die Spitzensport RS zu absolvieren um in das Förderprogramm aufgenommen zu werden.
Fazit und Ausblick:
Das aktuelle Fördersystem befindet sich nun im dritten Olympiazyklus. Es ist erfreulich festzustellen, dass die Strukturen trotz personeller Veränderungen auf verschiedenen Ebenen stabil und weitgehend personenunabhängig funktionieren. Gleichzeitig machen die anstehenden Veränderungen im Verbandsfördermodell strukturelle Anpassungen notwendig.
In der Saison 2026 beginnt bereits die Olympiaqualifikation für Los Angeles 2028. Neu ist, dass ein Teil der Quotenplätze über ein Ranking vergeben wird, das auf Wettkämpfen der Jahre 2026 und 2027 basiert. Entsprechend entscheidend wird es sein, in diesen Rennen optimal vorzubereiten, um Spitzenleistungen zu erbringen. Während in der Regatta die Punkte im Team gesammelt werden, erfolgt die Quotenvergabe im Slalom personenbezogen und mit deutlich höheren Anforderungen als im bisherigen System.
Die European Championships 2030 sind ein weiterer bedeutsamer Zukunftsaspekt. Für die Regatta besteht die Möglichkeit, sie in der Schweiz auf dem Rotsee in Luzern auszutragen. Dies basiert auf einem Zusammenarbeitsvertrag zwischen Paddle Europe und European Championships Management. Der politische Entscheidungsprozess für eine Austragung in der Schweiz ist im Gange. Anfang 2027 sollte klar sein, ob eine Europameisterschaft in der Schweiz stattfinden wird.
Abschliessend gilt unser herzlicher Dank allen Personen, die in unterschiedlichen Funktionen – ob ehrenamtlich oder beruflich – zum Erfolg des Leistungssports bei Swiss Canoe beitragen. Ihr Engagement bildet die Grundlage für die sportliche Entwicklung und die nachhaltige Zukunft unseres Verbandes.

Daniel Reinhart und Benedikt Lagler
Im Jahr 2025 war der Ausbildungsbereich von Swiss Canoe unter anderem geprägt vom Revitalisierungsprojekt und der Implementierung seiner Produkte. Die daraus resultierenden Impulse führten zu gezielten Anpassungen von Kursformaten und -inhalten sowie zu strukturellen Weiterentwicklungen im gesamten Ausbildungsangebot. Insbesondere besteht das Angebot zur strukturellen Überprüfung und allfälligen Weiterentwicklung der Vereine durch vereinscoaching.ch weiterhin. Dieses leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Qualitätsentwicklung an der Basis.
Jugend und Sport (J+S)
Leider stand die Durchführung des J+S-Grundkurses aufgrund der Teilnehmerzahlen bei Anmeldeschluss erstmals auf der Kippe. Dank diverser verspäteter Nachmeldungen konnten schliesslich 24 neue J+S-Leiterinnen und -Leiter ausgebildet werden. Diese Entwicklung zeigt die Notwendigkeit einer aktiven Nachwuchsgewinnung auf Vereinsebene.
Des Weiteren wurde in der Weiterbildung ein zusätzlicher Fokus auf das überarbeitete Ausbildungskonzept paddleSTARS gelegt. Die Wildwasserausbildung wird neu zweistufig aufgebaut: Touring und Wildwasser, womit eine differenziertere und bedarfsgerechtere Kompetenzentwicklung ermöglicht wird. Auch die Integration von paddleSTARS in die traditionellen Swiss Canoe League Camps sowie deren Öffnung für alle Nachwuchspaddler:innen bilden ein wichtiges Puzzleteil in der breiten Grundausbildung und entlasten die Clubs zusätzlich bei der Vorbereitung auf die Leiterausbildung. Sie leisten damit einen gezielten Beitrag zur Nachwuchsförderung.
Erwachsenensport (esa)
Ebenso wurden 2025 im Erwachsenensport 12 neue Leiterinnen und Leiter ausgebildet. Die im J+S-Bereich angestrebte Aufteilung der Wildwasserausbildung wurde im esa-Bereich bereits erfolgreich umgesetzt. Es gilt jedoch weiterhin, das genaue Curriculum zu aktualisieren. Zudem besteht Handlungsbedarf bei der Positionierung und Profilierung des Weiterbildungsangebots. Grundsätzlich verläuft das Weiterbildungsprogramm im esa-Bereich weiterhin schleppend, da die Interessen sehr differenziert sind und die Kommunikation noch ausbaufähig ist, insbesondere weil sie nicht überall an der Basis ankommt.
Herausforderungen und Ausblick
Im Jahr 2026 liegt der Fokus des Bereichs Ausbildung auf dem neuen Lehrmittel J+S, welches mit dem paddleSTARS-Programm verzahnt wird. Ziel ist auch eine durchgängige, klar strukturierte Ausbildungssystematik vom Nachwuchs- bis in den Erwachsenenbereich. Ein weiterer Fokus ist die weitere Vereinfachung der Vergabe der Paddle Level sowie die Sichtbarkeit der Ausbildungsangebote. Weitere Prioritäten sind die Erhöhung der Sichtbarkeit sowie die konsequente Profilierung der esa-Ausbildung. Eine Herausforderung bleibt die Positionierung der esa-Ausbildung auch bedingt durch die Subventionslage von esa und J+S. Die unterschiedliche Subventionslage stellt eine strukturelle Rahmenbedingung dar, welche direkte Auswirkungen auf den Ressourceneinsatz und Nachfrage hat.
Des Weiteren hat sich Daniel Reinhart nach fünf Jahren im Vorstand entschieden, sein Amt abzugeben. Das Ressort Ausbildung wird nach der Delegiertenversammlung vakant sein und neu besetzt werden müssen.
Dank
Ein herzlicher Dank gilt Dani Reinahrt, allen Ausbildner:innen, Kursleitenden, J+S-Coaches, esa- und J+S-Leitenden, sowie allen engagierten Mitgliedern in den Vereinen. Euer Einsatz trägt massgeblich zur Förderung des Paddelsports in der Schweiz bei, sowohl im Nachwuchs als auch im Erwachsenensport.

Im Jahr 2025 haben verschiedene Aktivitäten rund um die Befahrbarkeit von Gewässern das Swiss Canoe Team sowie die Gewässerkommission stark beschäftigt. Aktuell beobachten wir den Trend, dass an verschiedenen Orten Totholzstrukturen zur Revitalisierung von Flüssen eingesetzt werden und dadurch zusätzliche Gefahren für Paddler:innen entstehen.
Gerne geben wir euch einen kurzen Überblick, wo Swiss Canoe dieses Jahr aktiv war und eure Interessen vertreten hat:
| Wiese – Basel | Gemeinsam mit WaKaReBa und der Basler Paddelsport IG hat Swiss Canoe erfolgreich Einsprache gegen geplante Totholzstrukturen im Unterlauf der Wiese erhoben. Ziel war es, die Risiken für den Paddelsport zu reduzieren und gleichzeitig die gewünschten positiven Effekte für Flora und Fauna zu ermöglichen. Nach intensiven Verhandlungen mit dem Kanton konnten die Gefahren deutlich reduziert sowie wichtige Kontakte für künftige Projekte aufgebaut werden. |
| Landquart – Kraftwerk Chlus | Beim Kraftwerkprojekt «Chlus» auf der Landquart hatte Swiss Canoe bereits vor Jahren Einsprache erhoben. Der Kanton hat nun die Konzession bewilligt und die Einsprachelegitimation von Swiss Canoe verneint. Nach Prüfung rechtlicher Schritte kamen wir zum Schluss, dass aufgrund des Status «von nationaler Bedeutung» die Interessenabwägung kaum zu unseren Gunsten ausfallen würde. Wir versuchen dennoch im Austausch mit den Betreibern zu bleiben. |
| Aare – Kraftwerk Beznau | Im Rahmen von Revitalisierungsmassnahmen wurden auch beim Kraftwerk Beznau Totholzstrukturen geplant. In einer gemeinsamen Begehung vor Ort konnte erreicht werden, dass diese in einem Bereich mit geringem Risiko für den Paddelsport platziert werden. |
| Urner Reuss | Im Jahr 2024 wurde mitten in der Strömung gefährliches Totholz platziert, das eine erhebliche Gefahr für Paddler:innen darstellte. Dank dem engagierten Einsatz der FAKO WW-Tourenwesen sowie des Swiss Canoe Teams konnte beim Kanton erreicht werden, dass diese Gefahr wieder entfernt wurde. |
| Bielersee - Aaredelta | Der Kanton Bern plant eine Erweiterung des Naturschutzgebiets am Aaredelta Hagneck. Swiss Canoe unterstützt im Grundsatz den Schutz von Flora und Fauna. Der aktuelle Entwurf des Schutzbeschlusses sieht jedoch eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung von SUP und Kanusport gegenüber Motorbooten vor. Aus diesem Grund hat Swiss Canoe gemeinsam mit Vereinen und Partnern Einsprache erhoben und wir die entsprechenden Verhandlungen mit dem Kanton führen. |
| Aare - Thun – Bern | Auf der Strecke zwischen Thun und Bern sind mehrere Revitalisierungen geplant oder bereits in Umsetzung. Swiss Canoe hat mit den Kanton Kontakt aufgenommen und durch die Integration in die Begleitgruppe kann Swiss Canoe die Interessen des Paddelsports frühzeitig und konstruktiv in den Prozess einbringen. |
| Aare – Worblaufen | Der Verein Flusswelle Bern plant seit einiger Zeit eine Surfwelle in Worblaufen. Dies ist eine Gelegenheit, den Wassersport näher zusammenzubringen und Synergien zu nutzen. Trotzdem muss bei der Planung darauf geachtet werden, dass die Bedingungen für den Kanusport in Worblaufen weiterhin gut bleiben. Swiss Canoe unterstützt die lokalen Vereine dabei, unsere Interessen zu wahren, und hat auch den Kontakt über Swiss Surfing aufgebaut, um eine gute Lösung für beide Seiten zu finden. |
| Diverse Projekte | Darüber hinaus war Swiss Canoe in verschiedenen weiteren Projekten engagiert: So wurden Gespräche zum Projekt einer Surfwelle in Winterthur sowie zur Weiterentwicklung des Projektes der Slalomstrecke in Buochs geführt und die Initianten unterstützt; zudem ist der Verband in die Konzessionserneuerung des Kraftwerks Birsfelden involviert, steht im Austausch mit den Vereinen im Bezug auf die Revitalisierung auf der Muota und befasst sich mit den vom Militär installierten Stahlseilen auf dem Vierwaldstättersee. |

Jeremias Schlaefli
Das Jahr 2025 war in hohem Mass von Grundlagenarbeit und sorgfältiger Aufarbeitung geprägt. Mit der Einführung des neuen Branchenstandards von Swiss Olympic hatte auch Swiss Canoe einige Aufgaben zu lösen. Diese Arbeiten erfolgten vielfach im Hintergrund, sind jedoch für die nachhaltige Weiterentwicklung des Verbands von zentraler Bedeutung. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Schärfung unserer Strukturen und Verantwortlichkeiten. Wir haben Funktionsbeschriebe erarbeitet und präzisiert, das Organigramm überprüft und weiterentwickelt sowie das Organisationsreglement überarbeitet und an die aktuellen Anforderungen angepasst. Damit schaffen wir Transparenz, Klarheit in den Zuständigkeiten und eine verbindliche Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Geschäftsstelle und Fachkommissionen.
Parallel dazu haben uns die Aufarbeitung der Steuerpflicht, die Überarbeitung des Kontenplans sowie verschiedene Weiterentwicklungen und Optimierungen in unseren administrativen und finanziellen Prozessen intensiv beschäftigt. Auch wenn viele dieser Massnahmen nach aussen wenig sichtbar sind, stärken sie Swiss Canoe in seiner Funktionsweise nachhaltig. Sie schaffen stabile Rahmenbedingungen, erhöhen die Effizienz im operativen Alltag und ermöglichen es uns, strategische Projekte künftig noch gezielter und wirkungsvoller umzusetzen. Insgesamt befinden wir uns auf einem guten Weg, Swiss Canoe gemäss unserer Strategie Schritt für Schritt zu einer modernen, professionellen und effizienten Organisation weiterzuentwickeln.
Personelles
Nach den zahlreichen Veränderungen der vergangenen Jahre gab es im Jahr 2025 auf der Geschäftsstelle von Swiss Canoe nur noch kleinere personelle Anpassungen. Das Revitalisierungsprojekt konnte im Sommer mit sehr guten Ergebnissen erfolgreich abgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang mussten wir uns von der Projektmitarbeiterin Franziska Bartelt verabschieden.
Fabian Wirth, der ebenfalls im Projekt mitgearbeitet hat, bleibt Swiss Canoe als Mitarbeiter Nachwuchs erhalten. Er verantwortet insbesondere den Übergang in den Leistungssport, die Nachwuchskaderselektionen, die Swiss Canoe Camps sowie die nationalen Wettkämpfe und stellt damit eine wichtige Kontinuität in der Nachwuchsförderung sicher.
Aktuell ist die Geschäftsstelle wie folgt besetzt:
· Geschäftsführung (80 %) Jeremias Schlaefli
· Chef Leistungssport (80 %), Lukas Werro
· Leiter Ausbildung (70 %), Benedikt Lagler
· Finanzen (40 %), Beatrice Walti
· Mitarbeiter Breitensport (40 %), Fabian Tandler
· Mitarbeiter Nachwuchs (55%), Fabian Wirth
· Delegierter des Vorstands (10 %), Ilja Vyslouzil
Ausblick 2026
Im Jahr 2026 möchten wir uns im Bereich der Administration in verschiedenen Bereichen gezielt weiterentwickeln. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einem verbesserten Finanzmonitoring, einem systematischeren Datenabgleich mit den Vereinen sowie einer Effizienzsteigerung bei den Massnahmenabrechnungen im Leistungssport. Ziel ist es, Transparenz, Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit weiter zu erhöhen und gleichzeitig den administrativen Aufwand für alle Beteiligten zu reduzieren.
Ein weiteres zentrales Thema für die kommenden Jahre ist die Verbesserung und Erweiterung unserer Kommunikation. Wir wollen klarer, regelmässiger und zielgruppengerechter informieren, um die Zusammenarbeit mit Vereinen, Athlet:innen, Trainer:innen und weiteren Anspruchsgruppen weiter zu stärken.
Stephan Pfefferli und Jeremias Schlaefli
1. Jahresrechnung 2025
Das Geschäftsjahr 2025 schliesst mit einem Gewinn von rund TCHF 13 ab. Budgetiert war ein Verlust von knapp TCHF 19, womit sich eine positive Abweichung von rund TCHF 32 ergibt. Diese Resultatverbesserung ist auf eine Kombination aus höheren Erträgen sowie tieferen bzw. zeitlich verschobenen Aufwänden zurückzuführen.
a) Erträge
Die gesamten betrieblichen Erträge liegen über dem budgetierten Betrag. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen:
| Mitgliederbeiträge | Besonders erfreulich sind die zusätzlichen Erträge aus Mitgliederbeiträgen. Diese resultieren sowohl aus der Gesamtmitgliederzahl als auch aus der Anzahl Kadermitglieder, welche höher ausfielen als budgetiert. |
| Beiträge öffentlicher Bereich | Im Revitalisierungsprojekt wich der effektive Abrechnungsmodus von der Budgetierung ab. Dadurch konnten höhere Pauschalbeiträge als geplant geltend gemacht werden, was zu einem besseren finanziellen Ergebnis dieses Projekts führte. Zusätzlich gingen Sonderbeiträge von Swiss Olympic ein (u. a. für Frauenförderung und Umfeldmanagement), welche budgetierte Aufwände direkt abdeckten und das Jahresergebnis positiv beeinflussten. |
| Diverse betriebliche Erträge | Die deutlich höheren Erträge in dieser Kontengruppe sind einerseits auf den Verkauf verschiedener Merchandising-Produkte (Bekleidung, Rollabzeichen, Gewässerkarten usw.) zurückzuführen und andererseits auf Athletenbeteiligungen. Diese stehen jedoch in direktem Zusammenhang mit Mehrausgaben im Bereich «Massnahmen». |
b) Aufwände
| Leistungssport | Im Leistungssport lagen die Gesamtaufwände über dem Budget, gleichzeitig fielen jedoch auch höhere Athletenbeiträge an. Die Massnahmenbudgets der einzelnen Disziplinen entsprachen insgesamt weitgehend den freigegebenen Beiträgen. |
| Breitensport | Die Abweichungen im Breitensport sind hauptsächlich auf nicht ausgeschöpfte Budgets der ehrenamtlichen Fachkommissionen (FAKOs) zurückzuführen. Keine der ehrenamtlichen Arbeitsgruppen nutzte ihr Budget vollständig; die meisten beanspruchten gar keine Mittel. Hier besteht für die kommenden Jahre Verbesserungspotenzial in der Kommunikation und Budgetbegleitung. |
| Ausbildung | Im Bereich Ausbildung zeigte sich, dass das bei der Budgetierung angenommene Kursvolumen zu optimistisch war. Es konnten deutlich weniger Kurse durchgeführt werden als geplant, was zwar zu tieferen Erträgen führte, gleichzeitig aber auch zu entsprechend tieferen Aufwänden. Das Revitalisierungsprojekt erwies sich – dank zusätzlicher Erträge –günstiger als budgetiert. Zudem hat Bene Lagler in den Kursen sehr gute Arbeit geleistet, sodass im Ausbildungsbereich insgesamt ein deutlicher Gewinn erzielt werden konnte. |
| Geschäftsstelle | In der Geschäftsstelle lagen die Aufwände insgesamt unter Budget. Durch genaue Analyse bei der MWST konnten die Kosten um knapp TCHF 10 reduziert werden im Vergleich zur Schätzung im letzten Jahr. Auch der Buchführungsaufwand bei Balmer-Etienne fiel rund TCHF 10 tiefer aus als budgetiert. Diese Effekte trugen wesentlich zur Entlastung der zentralen Kosten bei. |
| Rückstellungen Überzeit | Im Austausch mit unserem Treuhänder sowie der Revisionsgesellschaft wurden in diesem Jahr zudem die Rückstellungen für die Überzeitsaldi unserer Mitarbeitenden erhöht. Bis anhin wurde jeweils nur die Hälfte der Saldi abgegrenzt. Aufgrund des guten Ergebnisses wurde diese Abgrenzung auf 100 % erhöht. |
c) Fonds
Der Vorstand hat im Jahr 2025 nur kleine Entnahmen zugunsten von Ausbildungsmassnahmen von Mitarbeitenden aus dem Weiterbildungsfonds gesprochen. Die budgetierten Entnahmen aus dem Gewässerfonds sowie den Nachwuchsförderungsfonds wurden aufgrund des positiven Resultates nicht durchgeführt. Weiter hat der Vorstand entschieden, aufgrund des positiven Resultats den Weiterbildungsfonds wieder auf TCHF 20 aufzufüllen sowie den Nachwuchsförderungsfonds mit TCHF 17.8 zu äufnen, um in der Zukunft in Nachwuchsprojekte investieren zu können.
2. Budget 2026
c) Erträge
| Mitgliederbeiträge | Die Mitgliederbeiträge wurden leicht höher budgetiert als im vergangenen Jahr. Einerseits basiert die Planung auf dem effektiven Stand des Jahres 2025, andererseits wird mit einer höheren Anzahl Kadermitglieder gerechnet. Das Wachstum im Mitgliederbereich bleibt ein strategisches Ziel des Verbands und soll mittel- bis langfristig zur Stärkung der strukturellen Ertragsbasis beitragen. |
| Subventionen | Weiter konnte das Revitalisierungsprojekt im Jahr 2025 abgeschlossen werden. Entsprechend sind im Budget 2026 im Ertrag keine COVID-19 Stabilisierungsgelder mehr enthalten. Die Beiträge aus dem öffentlichen Bereich (Bund und Swiss Olympic) sind im Vorjahresvergleich stabil. |
b) Aufwände
Auf der Aufwandsseite ergeben sich gegenüber 2025 mehrere strukturelle Anpassungen.
| Lohnaufwand | Die Lohnaufwände bewegen sich im Rahmen der letzten Jahre, der Zusatzaufwand für das Revitalisierungsprojekt fällt weg, dafür wird ab 2026 die Position Nachwuchsverantwortlicher erstmals das gesamte Jahr durchfinanziert. |
| Leiterhandbuch J+S | In Zusammenarbeit mit dem BASPO wird im Jahr 2026 das J+S Leiterinnenhandbuch überarbeitet. Dazu muss Swiss Canoe einiges an Zusatzaufwand leisten. Dafür sind zusätzliche personelle Ressourcen vorgesehen sowie mehr externe Unterstützung bei der Durchführung der J+S- sowie esa-Kurse. |
| Leistungssport | Im Leistungssport ist ein leichter Ausbau der Ressourcen vorgesehen. Ziel ist es, optimale Rahmenbedingungen für die anstehenden Qualifikationsprozesse – insbesondere im Hinblick auf Olympia 2028 – zu schaffen. |
c) Fonds
Im Jahr 2026 sind keine Fondsentnahmen budgetiert. Gemäss den Fonds Reglementen behält sich der Vorstand vor, ggf. Entnahmen im laufenden Jahr zu beschliessen.
3. Abklärung Steuerpflicht
Mit fachlicher Beratung von unserem Treuhänder konnten wir die Frage nach der MWST-pflicht definitiv beantworten und die notwendigen Grundlagen dafür aufarbeiten. Die Abklärungen haben ergeben, dass Swiss Canoe bereits seit mehreren Jahren in der MWST-Pflicht ist. Entsprechend wurde der Verband bei der ESTV registriert und alle relevanten Umsätze wurden gemeldet. Die geschuldete MWST wurde berechnet und für die Jahresrechnung 2025 transitorisch abgegrenzt. Die berechnete MWST lag tiefer als der im Budget dafür vorgesehene Betrag. Die definitive MWST-Veranlagung ist aktuell noch ausstehend.
4. Forderungsverzicht
Weiter hat der Vorstand im Jahr 2025 entschieden, auf das Darlehen gegenüber der Kanusportzentrum Buochs GmbH in der Höhe von TCHF 60 zu verzichten. Die GmbH wurde im Jahr 2009 zur Planung und Umsetzung eines nationalen Kanusportzentrums in Buochs NW an der Engelberger Aa gegründet. Swiss Canoe ist mit 75 % des Stammkapitals Gesellschafterin der GmbH. Der Beitrag von Swiss Canoe an die Planungskosten des Projekts wurde in Form eines Darlehens zur Verfügung gestellt. Die Planung ist aufgrund verschiedener Herausforderungen ins Stocken geraten, und die vorgesehenen Schritte konnten bis heute nicht umgesetzt werden. Der Forderungsverzicht zugunsten der GmbH war im Sinne einer Sanierung der Gesellschaft notwendig. Zusammen mit dem Kanu Club Nidwalden werden derzeit Abklärungen zur Umsetzbarkeit des Projekts vorgenommen. Gestützt auf diese Ergebnisse wird über den Fortbestand der GmbH entschieden.
5. Treuhand und Revision
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte termingerecht und ohne Schwierigkeiten. Das Team der Geschäftsstelle hat dieses Jahr noch mehr Jahresabschlussarbeiten übernommen und damit dazu beigetragen, die Buchführungshonorare zu reduzieren und die Unabhängigkeit des Verbandes weiter zu erhöhen. Die Zusammenarbeit mit der Revisionsgesellschaft OPTEX Treuhand AG aus Kriens war auch dieses Jahr konstruktiv. Die Jahresrechnung wurde durch die Revision ohne Beanstandungen genehmigt. Wir möchten gerne OPTEX zur Wiederwahl vorschlagen.

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