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| Knigge |
Persönliche Einstellung
Ein Kanu-Knigge kann Denkanstösse geben, letztendlich aber
entscheiden Deine Einstellung und Dein Wissen darüber,
ob Du Dich umwelt- und sozialverträglich verhältst
oder nicht. Ein Mensch, der sich als ein Teil der Natur und
der Gesellschaft fühlt, wird sich überlegen, wie er
seinen Lebensraum sinnvoll mit andern (Menschen, Tieren, Pflanzen)
teilen kann. Wer sich auf seine eigenen Bedürfnisse beschränkt,
wird die andern unweigerlich zur Seite drücken und die
Natur als reine Kulisse für seine Tätigkeiten behandeln.
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Umwelt-
und sozialverträgliches Paddeln fördern. |
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Lerne
die Zusammenhänge in der Natur kennen, gib dieses
Wissen auch an Deine Jugendlichen weiter. |
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Knüpfe
Kontakte zu andern Naturfreunden wie Fischern, Naturschützern,
Wassersportlern. |
Transport
Mit dem Boot
bewegen wir uns aus eigener Kraft und schadstoffrei vorwärts.
Aber irgendwie müssen wir an den Bach kommen.
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Achte
auf ein sinnvolles Verhältnis der Zeit auf dem Bach
zur Zeit für An- und Rückreise. |
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Mit
Fahrgemeinschaften, Bahn, Bike oder Autostop lässt
sich unnötiger Autoverkehr vermeiden. |
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Polo-,
Squirt- oder Regattaboot bringen Abwechslung und Herausforderung
ins Training direkt vor dem Bootshaus, Transporte fallen
so ganz weg. |
Verhalten am Ufer
Fluss- und
Seeufer sind die Gebiete mit der grössten biologischen
Vielfalt. Auenwälder, Schilfbestände und Kiesbänke
sind selten gewordene Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
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Beachte
lokale Naturschutzgebiete. |
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Bewege
Dich an Land möglichst auf ausgetretenen Pfaden.
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Benütze
bestehende Rastplätze, Ein- und Ausbootstellen. |
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Trage
Dein Boot zum Wasser und verzichte auf Hochstarts über
bewachsene Ufer. |
Einstieg, Ausstieg und Rastplatz
Die meisten
Reibungspunkte mit der Natur und mit Mitmenschen ergeben sich
dort, wo wir Einbooten, Ausbooten oder sonstwie die Ufer betreten.
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Beachte
die Rechte der Anwohner und Grundbesitzer. |
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Benütze
die öffentlichen und offiziellen Parkplätze.
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Jede
und Jeder muss mal. Aber bitte ohne Spuren zu hinterlassen
(das geht !), am besten bei einem Kaffee in der Beiz. |
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Beachte
die Rechte der Anwohner und Grundbesitzer. |
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Lass
keinen Abfall zurück. Was du hin gebracht hast, findet
auch wieder Platz im Boot bei der Wegfahrt. |
Vögel
Vögel,
die im Uferbereich brüten, reagieren sensibel auf jede
Annäherung und auf Lärm. Während der Vogel vor
einer Paddlerin flieht, können die Eier auskühlen
und verderben. Flüchtende Junge werden manchmal für
immer von der Mutter getrennt.
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Achte
auf das Geschehen am Ufer. Beobachtest Du einen flüchtenden
Vogel oder sogar Jungtiere, vermeide unnötigen Lärm
und sorge für genügend Abstand zu dem Tier.
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Meide
die Rückzugsgebiete der Wasservögel. |
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Lerne
die einheimischen Vögel und ihre Lebensweisen kennen.
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Fische
Solange
wir in der offenen Flussrinne paddeln, fügen wir den Fischen
keinen Schaden zu. Kritisch ist die Uferzone, wo die Fische
laichen und wo sich die Futterplätze der Jungfische befinden.
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Beachte
lokale Naturschutzgebiete. |
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Beachte
die Laichzeiten der Fische. (Oberläufe: Dezember
bis April, Mittel- und Unterläufe März bis April).
Besonders heikel sind seichte, kiesige Abschnitte mit
Strömung. |
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Meide
Gebiete mit Unterwasservegetation ("Fischweiden").
Wähle sandige Abschnitte als Ein- und Ausbootstellen.
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Verhalten gegenüber "Nicht-Kanuten"
Unseren
Sportplatz, die Natur, teilen wir mit andern Sporttreibenden
und Erholungssuchenden. Ihre Ansprüche und Bedürfnisse
decken sich nicht immer mit den unseren.
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Nimm
Rücksicht auf Fischer, Rafter, Schwimmer und andere
Mitbenutzer. |
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Ein
Gruss, ein freundliches Wort und wo nötig eine Absprache
verhindern meistens böses Blut. |
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Dein
Freudengeschrei ist für Anwohner und Erholungssuchende
oft unnötiger Lärm. |
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