Regatta: U23-Weltmeisterschaft in Pitesti (ROM)

Mittwoch, 31. Juli 2019 - 15:13

Drei Athleten umfasst das Schweizer Regatta-Team, das ab morgen im rumänischen Pitesti an der U23-Weltmeisterschaft im Einsatz steht. Angeführt wird dieses von Franziska Widmer vom Kanuclub Rapperswil-Jona. Die 22-Jährige überzeugte letztes Jahr an der U23-WM als Zehnte über die 1000 Meter. Diese Distanz wird sie heuer nicht absolvieren, um sich vollends auf die olympischen Strecken über 200 und 500 Meter zu konzentrieren. Bessere Chancen rechnet sie sich dabei vor allem über 500 Meter aus: «Das ist meine Paradedistanz, dieser gilt mein Fokus. Nachdem ich es letztes Jahr nicht ins B-Finale geschafft habe, will ich das nun nachholen und möglichst unter die besten 15 vorstossen.»

Erst im zweiten Jahr der U23-Kategorie startet der Zweierkajak mit Maurus Pfalzgraf vom KC Schaffhausen und dem Luzerner Linus Bolzern. Wie Widmer hoffen sie auf eine Rangierung in den Top-15. Auch wenn Pfalzgraf relativiert: «Das wäre das Optimalziel, zuerst müssen wir die Halbfinals überstehen, nachdem wir dort letztes Jahr ausgeschieden sind.» Eine Premiere wird am Nationalfeiertag der 20-jährige Bolzern erleben. Erstmals startet der ehemalige Wildwasserabfahrtskanute im Einer an einem Regatta-Grossanlass. Ihm gehe es hierbei, aber in erster Linie um Erfahrungen zu sammeln und seine Einzelleistung abschätzen zu können. Er fokussiere ganz klar den Zweier, sagt er dazu.

Für alle drei Athleten bedeutet der Wettkampf mit rund 60 teilnehmenden Nationen nur der vorläufige Saisonhöhepunkt – denn bereits drei Wochen später starten sie an den Elite-Weltmeisterschaften in Ungarn. Dort werden die ersten Olympiatickets für Olympia 2020 in Tokio vergeben. Die beiden Weltmeisterschaften hätten dennoch einen ähnlichen Stellenwert für sie persönlich, meint Franziska Widmer; sich gegen Gleichaltrige zu messen, habe auch einen besonderen Reiz.

Text: Fabio Wyss