Erwartungen übertroffen am ersten Swiss Canoe Forum

Freitag, 16. November 2018 - 11:16

Zum ersten Mal fand am 10. November 2018 das Swiss Canoe Forum in Magglingen statt. Als Weiterentwicklung der Trainerherbsttagung dient dieser Anlass dazu, Paddlerinnen und Paddler aus der ganzen Schweiz zusammenzubringen, brennenden Fragen aus dem Kanusport auf den Grund zu gehen und gemeinsam den Verband weiterzuentwickeln. Die Kombination mit dem J+S Modul Spezialisierung erlaubt es ausserdem, der Ausbildung auch an diesem Tag ein besonderes Gewicht zu geben.

Erwartungen übertroffen

"Wir haben unsere Erwartungen an das erste Forum bewusst tief gehalten. Mit 50 Teilnehmenden wären wir schon mehr als zufrieden gewesen. Die rund 70 Teilnehmenden zeigen uns jetzt,  dass dieses Format bei den Mitgliedern positiv aufgenommen wird", sagte Geschäftsführerin Annalena Kuttenberger. Vielleicht war das vielseitige Programm ein Grund dafür, dass so viele Paddlerinnen und Paddler den (weiten) Weg nach Magglingen auf sich nahmen.

Inputreferate am Vormittag

Nach der Begrüssung durch SKV-Vorstandsmitglied Mägu Wyss, der sich ebenfalls sichtlich über die Zahl der Anwesenden freute, begann Annalena Kuttenberger mit einem Abriss der aktuellen Verbandstätigkeiten. Danach zeigte Dominik Scherer die Entwicklungen im Bereich Erwachsenensport auf und zog eine erste Bilanz nach fünf Jahren Kanusport bei esa. Gleich an das Thema Ausbildung anknüpfen konnte Matthias Rohrer, der das Projekt Paddle Level vorstellte. Es gelang ihm, das auf dem Euro Paddle Pass basierende Kompetenzstufensystem in der Ausbildungslandschaft des SKV zu platzieren und das Interesse für seinen Workshop am Nachmittag wurde geweckt. Nach einer kurzen Pause rief Annalena Kuttenberger den Teilnehmenden das Kanuland Schweiz in Erinnerung, bevor Thorsten Arp mit dem Thema 1. Hilfe Outdoor begann. An einem eindrücklichen Beispiel aus Schweden demonstrierte er, wie nah Freud und Leid im Outdoorsport zusammen liegen können und worauf man als Paddlerin oder Paddler besonders achten muss.

Workshops am Nachmittag

Nach einer ausgiebigen Mittagspause verteilten sich die Teilnehmenden am Nachmittag auf die verschiedenen Workshops. Im ersten Block beschäftigte sich rund die Hälfte aller Teilnehmenden mit der Sorgfaltspflicht im Verein. Workshopleiter Ueli Kurmann demonstrierte am Beispiel eines fiktiven Unfalls, wie ein Strafprozess ablaufen kann und welche Anforderungen an ein Sicherheitskonzept für einen Verein entstehen. Die restlichen Teilnehmenden kümmerten sich unter der Leitung von Benedikt Lagler um die Erstellung des nationalen Wettkampfkalenders und legten die Wettkämpfe für die Swiss Canoe League 2019 fest. Daneben beschäftigten sie sich

Nach der nachmittäglichen Kaffeepause ging es mit zwei spannenden Themen weiter. Im Workshop Leistungssport und Wettkampf gab Ralph Rüdisüli Auskunft über den Stand der Dinge, erläuterte den Athletenweg im Kanu-Verband und entwickelte gemeinsam mit den Teilnehmenden Visionen für die Zukunft. Über 40 Teilnehmende besprachen gemeinsam mit Matthias Rohrer Ideen zur Umsetzung des Projekts Paddle Level in ihrem Verein. Das Kompetenzsystem stiess auf reges Interesse und man darf gespannt sein, wie es im nächsten Jahr umgesetzt wird.

Fazit

Angeregte Diskussionen, aktive Teilnahme und viele positive Rückmeldungen prägten das Forum. Bereits jetzt steht fest, dass es am 16. November 2019 eine zweite Austragung geben wird. Ort und Programm werden spätestens Mitte 2019 bekanntgeben.