Zwischenbilanz des Präsidenten

Donnerstag, 12. Oktober 2017 - 9:30

Geschätzte Kanutinnen und Kanuten
Die Kanusaison ist für viele von uns noch nicht ganz zu Ende. Ich möchte es aber nicht unterlassen, eine kurze Zwischenbilanz unseres Verbandsjahres zu ziehen.
2017 ist für den SKV ein Jahr der Veränderungen. Besonders erfreulich sind die personellen Veränderungen. Mit Christoph Kamber konnte der Vorstand um einen sehr aktiven und kompetenten Verantwortlichen Finanzen aufgestockt werden. Die Geschäftsführung besorgt seit April Annalena Kuttenberger voller Tatendrang und Elan. Im Slalom ist mit Head Coach Christian Bahmann, U23 Trainerin Nathalie Siegrist und Juniorentrainerin Marie Gaspard ein motiviertes Trainerteam am Werk, das erste Teilerfolge verzeichnen konnte. In der Regatta hat mit dem Nationaltrainer Elite Joe Kunz und dem Nachwuchstrainer Lukas Bolliger ebenfalls ein leistungshungriges Duo das Heft in den Händen.

Eine markante Veränderung und gehörigen Aufwind haben wir im Tourenwesen respektive im Breitensport erlebt. Endlich konnte eine neue FAKO Tourenwesen gegründet werden, die sich in Zukunft um die Belange der Tourenpaddlerinnen und -paddler kümmern soll. Persönlich erhoffe ich mir viel von dieser FAKO, ist doch der grösste Teil unserer Mitglieder in diesem Bereich mit unserer Sportart verbunden. Im Zusammenhang mit der Schaffung der FAKO Tourenwesen haben wir auch den Beschluss der diesjährigen DV umgesetzt und unsere Geschäftsführerin um 20% mehr angestellt. Man darf gespannt sein, was in Zukunft erreicht werden wird. In Kürze soll endlich die lang ersehnte Gewässerkarte herausgebracht werden, was einen sichtbaren Mehrwert für den Breitensport und die Ausbildung bringt. Immer noch sind wir auf der Suche nach einem Vorstandsmitglied Freizeit- oder Breitensport. Neben der FAKO, einem operativ tätigen Gremium, wäre die strategische Vertretung dieses Bereiches zwingend nötig. Wer sich angesprochen fühlt oder einen sachdienlichen Hinweis hat, soll sich bitte mit mir in Verbindung setzen.

Wir haben auch Veränderungen mit den besseren Rahmenbedingungen für Leistungssport erfahren dürfen. Die höhere Einstufung bei Swiss Olympic für den Slalom hat ermöglicht, dass ein nationales Leistungszentrum (NLZ) in Basel und weitere regionale Leistungszentren (RLZ) geschaffen werden konnten. Die Strategie der nationalen und regionalen Leistungszentren konnte teilweise auch im Wildwasserrennsport und der Regatta realisiert werden.
Als Früchte dieser "Regionalisierung" und Verbesserungen der Trainingsmöglichkeiten wurden wir in allen Disziplinen mit guten Resultaten belohnt. So z.B. mit der erste Polo-Medaille überhaupt, einer EM Silber-Medaille im Slalom oder Top-Rangierungen in der Regatta. Die Basis für den Erfolg ist gelegt. Ich bin überzeugt, in der Saison 2018ff können wir uns über weitere Erfolge freuen.
Zusätzlich konnten wir die gestartete Strategie der "gemeinsame Sache" weiter ausbauen. So haben wir zum Beispiel die Schweizermeisterschaften im Slalom und im WW-Sprint im französischen Annemasse, in Rapperswil die internationale Regatta und ein Kanupolo U14 Turnier oder den WW-Weltcup und die Kayakcross SM auf der Muota kombinieren können. Diese Kombination von Wettkämpfen hat den grossen Vorteil, dass mehr Leute gleichzeitig im und auf dem Wasser sind - und mehr Masse bringt bekanntlich mehr Aufmerksamkeit.

Weiter kann ich erfreulicherweise feststellen, dass mit dem Swiss Marathon Paddle Cup auch der Breitenwettkampfsport immer beliebter wird. Der Wettkampf ist offen für alle Bootskategorien, neu auch für SUP und Surfski. Die Swiss Canoe League bleibt weiterhin spannend. Tendenziell erwarten wir mit der Erhöhung der Punktzahl eine engere Entscheidung. Nächstes Wochenende an der Swisskayakchallenge in Hüningen werden bereits die ersten wertvollen Punkte für 2018 vergeben.
Im Bereich Freizeitsport hat man den Eindruck, dass immer mehr Leute paddeln. Dank unseren Kanusport-Partnern ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für einen einfachen Einstieg. Das Angebot an modernem und hochwertigen Material oder einem reichhaltigen Kursangebot bilden hierfür die Grundlage.

Im Bereich Gewässer können wir auch einen Erfolg verzeichnen. So ist es in diesem Jahr dank dem OK Kanu WM 18 Mouta gelungen, neue Regeln mit allen Betroffenen vor Ort auszuhandeln. Dank diesen Regeln soll die Befahrbarkeit der tollen Muota auch in Zukunft möglich bleiben. Trotz diesem Zwischenerfolg müssen wir ständig wachsam bleiben und unseren noch befahrbaren Strecken Sorge tragen. Meldungen über Probleme mit Befahrbarkeit nehmen wir jederzeit gerne entgegen.
Ich möchte an dieser Stelle meinen Dank an die GEKO und die FAKO Tourenwesen für ihren unermüdlichen Einsatz in diesem Gebiet aussprechen. Ohne dieses Engagement hätten wir heute viele schöne Gewässer für unser geliebtes Hobby verloren.

In der Nachwuchsförderung können wir 2017 neuen Schwung feststellen. Zu erwähnen sind hier sicher die Swiss Canoe League, aber auch die vielen Jugendlager. Das Engagement unzähliger freiwilliger J+S-Leiter ermöglicht unvergessliche Erlebnisse für den Paddelnachwuchs und hält unseren Sport am Leben.

Bleibt mir noch ein kurzer Ausblick auf 2018:
Wir haben die Ehre im Namen des ICF die WM im Wildwasserrennsport auf der Muota auszutragen. Die Hauptprobe mit dem diesjährigen Weltcup-Rennen ist gelungen. Das OK ist bereit, den Grossanlass in Schweizerischer Manier durchzuführen. Die Durchführung verlangt aber nach vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. Wer sich angesprochen fühlt und Teil dieses grossartigen Anlasses werden möchte, der melde sich bitte bei Peter Lüthi wmmouta2018@bluewin.ch.
Nach einem Jahr Pause dürfen wir uns nächstes Jahr wieder auf die Swiss Canoe Days in Buochs freuen. Vom 10. bis 13. Mai bildet dieser grossartige Breiten- und Jugendsportanlass sicher einen Höhepunkt im Aktivitätenkalender.

Einige Veränderungen stehen auch im Bereich Ausbildung an. Ab 2018 wird die Leitung der J+S Sportart Kanu vollständig beim Kanu-Verband angesiedelt sein. Dadurch können wir noch mehr Einfluss auf die Ausbildung nehmen, bekommen aber auch zusätzliche Pflichten. Wir werden sehen, wie sich diese Veränderung auf unsere Ausbildungstätigkeit auswirken wird.

Ich wünsche allen Kanutinnen und Kanuten einen guten Saisonabschluss und hoffentlich eine baldige Begegnung auf oder am Wasser.

Balz Bütikofer